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SwissWetter.ch Fotostories

Arctic Outbreak - Ende Winter nochmals tüchtig kalt

Chronologie der Prognosen und Karten

1. März 2005 

Heute am Morgen war es so weit: der Stationsrekord von Recherswil wurde gebrochen. Seit dem 24. Dezember 2001 war es nie mehr so kalt. Mit -19.5°C auf 2m und -24.2°C auf 5cm über Schnee ist das ein ansehnlicher Minusrekord. Bedenkt man, dass wir den 1. März schreiben, dann erscheint dieser Rekord nochmals in einem anderen Licht. Die Nacht war klar, die Bise nahm an Intensität ab und es bildete sich in der trockenen Luft kein Nebel. Bis am Morgen war es absolut klar und schlussendlich fast windstill geblieben und auf dem Stationsdiagramm erkennt man sehr schön das Minimum kurz vor Sonnenaufgang.


Wetterstation Recherswil

Bemerkenswert und ausserordentlich auch die Daten von der Glattalp:

 

28. Februar 2005 

Interview des Solothurner Tagblatts zur bevorstehenden Kälte.


 

27. Februar 2005 

Heute Mittag, ca. 14 Uhr, ist die Kaltluft eingetroffen und die Bise hat zugelegt. Sehr schön erkennt man das auf dem Stationsdiagramm in der Abbildung unten. Der Schnee ist nur in kleinen Mengen gefallen, lokal hier ca. 2cm. Dennoch ist dank der tiefen Temperaturen alles wieder winterlich weiss - auch die Strassen. An den Feldrändern sind in Folge der starken Bise bereits wieder Schneeverwehungen auszumachen.


Wetterstation Recherswil

Die Ensembles zeigen für Genf (stellvertretend für das gesamte Mittelland) eine wirklich extreme Kälte, welche morgen ihren Tiefpunkt (negativen Höhepunkt) erreichen wird. Wiederum niederschlagsreicher wird es ab 2. März, wobei es nur kurzzeitig milder wird und im Mittelland wohl der ganze Niederschlag als Schnee fallen wird. Dies können dann gut und gerne weitere 10cm Schnee sein. Danach wird es erneut kälter und bleibt konstant kalt bis ungefähr am 10. März! Was mich sehr erstaunt, ist die konstant zu tiefe Temperatur im Verhältnis zum 30-Jahres-Mittelwert. Trotz im März nun immer höherem Sonnenstand, wird die Atmosphäre offensichtlich nur unwesentlich aufgeheizt - respektive in der Nacht bilden sich über den Schneeflächen wieder grossräumige Kältereservoirs. Die Arktis hat sich offensichtlich "über Europa ausgeschüttet"....

Dieser Winter wird in Erinnerung bleiben!


Quelle: www.wetterzentrale.de

 

26. Februar 2005 

Die neuesten Karten sind für Sonntag und Montag immer noch ähnlich. Allerdings erreicht die Höhenkälte schon am Montag ihr Minimum. Das Kältereservoir wird nach den neuesten Berechnungen dann rasch nach Osten abgeschoben. Dafür wird die Woche zum teil doch recht schneereich.

Karte für die Nacht von Sonntag auf Montag. Die Kältezunge ist immer noch sehr schön zu erkennen.

 

25. Februar 2005 

Für das Solothurner Tagblatt erstellt SwissWetter.ch einen exklusiven Bericht über die anstehende "Arktikwalze". Heute Freitag in der Frühe schwenkt zudem der erste Wetterdienst der Schweiz auf "kalt": Meteonews.ch meldet für Sonntag "sinkende Temperaturen und zeitweise Schneefall. Danach weiterhin kalt". Am Mittag sind auch andere Wetterdienste auf diese Schiene aufgesprungen.

Gut zu erkennen im Meteogram ist die Kälte in der Nacht auf Dienstag für die Region Solothurn. Danach weiterhin Kälte bis am 4. März.

METEOGRAM

 

Der Ausblick ist ebenfalls immer noch sehr winterlich. Insgesamt 50cm Schnee sind prognostiziert. Nur eine kurzzeitige Milderung ist vorausberechnet und eine konstante Milderung ist bis weit in die Mitte vom März verschoben worden.

METEOGRAM

Die Ensembles sprechen alle eine klare Sprache. Unisono sacken die Temperaturen am Montag selbst in Genf auf mindestens -15 Grad in der 850hPa Ebene (ca. 1400müM). Das heisst konkret, dass über den Schneeflächen des Mittellandes gut und gerne -20 Grad erreicht werden können. Ebenfalls gut zu erkennen sind die weit unterdurchschnittlichen Temperaturen (rote Linie = 30-jahres-Mittelwert).


Quelle: www.wetterzentrale.de

Die 850mb Karte für Montag ist immer noch erstaunlich konstant

 

24. Februar 2005 

Auf der 850mb Karte ist das Einströmen der Kaltluft deutlich erkennbar

 

23. Februar 2005 

Die Modelle verfestigen das Ausbrechen arktischer Kaltluft immer mehr. Die Zugrichtung ist erstaunlich konstant und direkt auf Europa gerichtet. Die Euphorie in den Wetterforen steigt an...

 

15. Februar 2005 

Anlässlich eines Zeitungsberichtes für das Solothurner Tagblatt http://www.swisswetter.ch/wetterrueckblick.htm macht SwissWetter.ch auf die nach dem Schneefall erneut sinkenden Temperaturen aufmerksam. Die Wetterberichte der Schweiz verkünden hingegen das langsame Ende der Kälteperiode.

Markus A. Brotschi



 

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